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Chronologie der Geschichte des Klosters in Brenkhausen

 

822                Erwähnung Brenkhausens als Grenze der Besitzungen Corveys

1231              Erste urkundliche Erwähnung der Pfarrkirche in „Berinchhusen

ca. 1245        Ansiedlung von Zisterzienserinnen unter Abt Hermann von Corvey. Klosterbau-Beginn, Propst aus Zistersienserkloster Amelungsborn

 1276              Brandkatastrophe; Wiederaufbau in den 80er Jahren

 1288              Papst Nikolaus V. beauftragte den Abt von Amelungsborn mit der Visitation des Klosters

 1301              Abt von Hardehausen wurde geistlicher Oberer und Visitator des Klosters „Vallis Dei” (Gottestal)

 12.03.1320    Abschluss der Bautätigkeiten und Kirchenweihe durch Paderborner Weihbischof Hermann

 13.06.1339    Weihung in Brenkhausen von 23 Jungfrauen zu Nonnen

 1394              Erste Urkunde über Klosterschule und Pensionat für höhere Töchter

 um 1560       Niedergang des Klosters durch wirtschaftliche Zerrüttung: nur noch zwei Nonnen und die Äbtissin lebten in Brenkhausen

 1574              Corvey versuchte die Verhältnisse des Klosters neu zu ordnen, musste aber auf Drängen Hardehausens den Probst zurückziehen

 1595              Erneute Besetzung des Klosters durch den Probst von Corvey

 1601              Neubesiedelung des Klosters mit Benediktinerinnen von Corvey; Nonnen kommen aus Klöstern der Bursfelder Kongregation

 1608              Erste Wahl einer Benediktinerin zur Äbtissin

 ab 1630         Wiederaufbau nach Verwüstung durch 30-jährigen Krieg (1618-1648)

 1656              Verleihung der „Unteren Gerichtsbarkeit” an das Kloster

 1683              Blütezeit unter dem Corveyer Probst Florenz von der Velde

 1678-1691     Barockausstattung der Kirche und des Klosters

 1700              Volkszählung in Brenkhausen unter Abt Florenz von Corvey: 62 Häuser, 348 Einwohner, 51 Personen im Kloster, darunter 14 Nonnen, 16 Chorschwestern und 7 Schülerinnen

1710-1746     Neubau drei barocker Klosterfügel

 1803          Klosterschließung durch die Aufhebung der weltlichen Landesherren, Erbprinz Wilhelm Friedrich von Nassau-Oranien; Säkularisation: Umwandlung des Klosters in landesherrliche Domäne; Nutzung des Kreuzganges als Viehstall, des gotischen Klosterfügels als Brennerei und Scheune (heute katholisches Pfarrheim St. Johannes Baptist)

1807              Nachdem Napoleon die Preußen besiegt hatte, gründete er das Königreich Westfalen; das Kloster fiel kurzfristig an Napoleons General Colbert

1813-1814    Nach der Besatzungszeit durch die Truppen Napoleons übergab Zar Alexander das ehemalige Kloster dem kaiserlich-russischen Generalmajor Friedrich Karl von Trettborn

1818              Verkauf an Landgraf Viktor Amadeus von Hessen-Rotenburg

1834              Mit dem Tod des Onkels Landgraf Viktor Amadeus von Hessen-Rotenburg erbte Prinz Viktor außerhessische Besitzungen: Corvey, Ratibor und Rauden

1848              Tod der letzten Nonne von Brenkhausen im Krankenhaus von Brakel

1961              Südflügel diente als Wohnung der Domänenpächter, zuletzt der Familie Pellengahr, die das Kloster 1953 von Corvey kaufte

1970              Übernahme des barocken Klosters durch das Land Nordrhein-Westfalen, des gotischen Teils durch die kath. Kirchengemeinde St. Johannes Baptist

19.11.1990    Erster Kontakt mit Höxter und Detmold durch ein Mitglied der Koptisch-Orthodoxen Kirche: Dr. Hanna aus Essen

20.02.1991   Erster Briefwechsel zwischen Pater Michael, Leiter des Koptisch-Orthodoxen Zentrums und Klosters des Hl. Antonius in Waldsolms-Kröffelbach und dem Regierungspräsidenten in Detmold

01.03.1991    Erstes Zusammentreffen von Pater Michael und dem kath. Pfarrer Klaus Mohr von Brenkhausen zur Ortsbesichtigung

24.05.1991   Erste Sondierungsgespräche mit dem Regierungspräsidenten in Detmold und Herrn Junker; Pfarrer Klaus Mohr begleitet den koptischen Beauftragten, Dr. med. Refaat Fahmi (heute S.E. Bischof Anba Damian)

17.10.1991    Besuch des Klosters in Kröffelbach durch Regierungspräsidenten von Detmold mit Mitarbeitern der Denkmalschutzbehörde; zuvor Besuch von Herr Anderson dem Stadtdirektor von Höxter

27.11.1991   Der Paderborner Erzbischof Dr. Johannes Joachim Degenhardt begrüßte in einem Schreiben ans Koptische Kloster Kröffelbach die Übernahme der Klosteranlage in Brenkhausen durch die Kopten zur Restauration und Nutzung für ökumenische, soziale und kulturelle Zwecke

20.02.1993    Unterzeichnungszeremoniell in Höxter zum Vertragsentwurf des Kaufangebots mit dem koptischen Metropoliten S.E. Anba Bischoi und S.H. Papst Schenuda III. als Vertreter und Vorsitzender der „Koptisch-Orthodoxen Kirche in Deutschland e.V.

10.12.1993    Erteilung der Kaufgenehmigung des barocken Klosters Brenkhausen für die Koptisch-Orthodoxe Kirche durch den nordrheinwestfälischen Landtag

22.12.1993    Kaufvertragunterzeichnung in Höxter: Stadtdirektor Walther Anderson (Vertreter Stadt Höxter), Pater Michael (Vertreter der „Koptisch-Orthodoxen Kirche in Deutschland e.V.”), Pater Damian und Dr. Masoud Saad (Schatzmeister); Schlüsselübergabe durch Landesregierungsvertreter, Übernahme des barocken Klosters durch Pater Damian, Überweisung der symbolischen „einen Deutschen Mark“ an Landeskasse von NRW in Detmold

29.01.1994    Erste Feier der eucharistischen Liturgie im Ritus der Koptisch-Orthodoxen Kirche im Kreuzgang (Südflügel); Zelebranten waren Pater Michael, Pater Damian und Abuna Bigol aus Frankfurt

12.08.1994    Genehmigung für den ersten Bauabschnitt des Sanierungsvorhabens

29.09.1994    Installation der Wasser- und Kanalisationsanschlüsse, Verlegung der Telefon- und Gasleitungen durch die Stadt Höxter

13.01.1995    Eintreffen der Aufbauhelfer aus Luxor, u.a. Salib und Adel Matta

1996              Baubeginn der 280 Fenster mit Sprossen und Doppelverglasung; Einbau des Marmoraltars und der Taufbecken durch Steinmetz Naser aus Giza

1997              Einbringen der Ikonostase (Ikonenwand) zwischen Altarraum und Hauptschiff der Klosterkapelle durch Priester Sarabamoun Attia;

                      Erwerb und Umbau der ehemaligen Kaserne in Borgentreich als Koptisches Kulturzentrum und interreligiöse Begegnungsstätte

09.1997         Besuch S.H. Papst Schenuda III. mit internationaler Delegation, Begegnung mit Kardinal Degenhardt

1998              Schmiedearbeiten u.a. an Türen der Klosterkapelle, des Innenhofs und des Westflügeltors

2000              Erwerb der Tischlerei mit Wohnhaus gegenüber dem Kloster

2001              Erste Wandmalerei im Kloster durch Dr. René Stefan, französischer Ikonenmaler und in England lebendes koptisch-orthodoxes Mitglied;

                      Aufbau eines Klosterladens: Eröffnung durch den evangelischen Bischof von Württemberg, Dr. Ottfried July aus Stuttgart

2002              Besuch S.H. Katholikos, Oberhaupt der Armenisch-Apostolischen Kirche aus Jerusalem

2003              Einstellung der öffentlichen Denkmalmittel

2004             Bibelmuseum-Gründung durch Tischlermeister Josef Jostwerner aus Hövelhof, Dom-Küster zu Minden, Stiftung seiner 40-jährigen Sammlung von mehr als 1.000 Bibeln in über 100 Sprachen

2005              Erstes Treffen der koptischen Jugend in Brenkhausen und Borgentreich

2006              Besuch S.H. Patriarch Mor Zakka Iwas I., Oberhaupt der Syrisch-Orthodoxen Kirche weltweit

2008            Vollendung der Sanierung von ca. 60% des gesamten Klosters; Bücher-Stiftung vom kath. Pfarrer Josef Behnke i.R. (†17.11.2008) der Warburger Gemeinde St. Marien; Gründung der Klosterbibliothek

2009              Aufnahme der Kirchenminiaturen, gebaut und gestiftet von Dr. med. Hans-Martin Möhler aus Bad Oeynhausen

seit 2010       Seminare für die Bundeswehr, Zusammenarbeit mit der Militärseelsorge unter dem Titel „Personalführung und soldatische Tugend

2010-2011     Wandmalereien in der Klosterkapelle durch Dalia Sobhi Ibrahim und ihren Mann, finanzielle Unterstützung durch die Staatskanzlei von NRW

17.06.2011    Besuch von Prof. Dr. Norbert Lammert, Präsident des Deutschen Bundestages: Einweihung der ihm gewidmeten Barocktreppe (Nordflügel)

02.11.2011    Besuch des CDU/CSU-Bundestagsfraktion-Vorsitzenden Volker Kauder: Einweihung des ihm gewidmeten ökumenischen Fensters im Nordflügel

23.11.2012    Besuch des Bundespräsidenten Dr. Horst Köhler a.D. mit Gattin

2013              Wiederaufnahme des Klosters in Denkmalförderung; Sanierungsarbeiten des Nordflügels und Installation eines Aufzugs

07.02.2013    Besuch von Dr. Maria Flachsbarth MdB, CDU/CSU-Bundestagsfraktion für Kirchen und Religionsgemeinschaften

15.02.2013   Besuch der Parlamentarischen Staatssekretärin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung Gudrun Kopp mit Delegation der FDP aus den Kreisen Höxter und Lippe; Gründung zweier Bistümer für die Koptisch-Orthodoxe Kirche in Deutschland durch S.H. Papst Tawadros II.

29.06.2013   Inthronisation von S.E. Bischof Anba Damian als Diözesanbischof für pastorale Seelsorge der Koptischen Gemeinden in Norddeutschland, Vertreter der Koptisch-Orthodoxen Kirche bundesweit für die Ökumene, und im öffentlichen Leben; Besuch von 15 koptischen Bischöfen und Vertretern anderer Konfessionen, der Politik und des öffentlichen Lebens

30.06.2013   Inthronisation von S.E. Bischof Michael als Bischof der Koptisch-Orthodoxen Kirche in Süddeutschland, das Kloster in Kröffelbach dient als Institut für Koptisch-Orthodoxe Theologie

23.08.2013    Besuch von Elmar Brok, Vorsitzender des Ausschusses für Auswärtige Angelegenheiten des Europäischen Parlaments

08/2013         Zustimmung Seiner Durchlaucht Viktor von Ratibor und Fürst von Corvey die drei Figuren der Außennischen wieder dort zu platzieren

22.12.2013    20-jähriges Jubiläum nach Übernahme des Barockklosters durch die Koptisch-Orthodoxe Kirche mit Ausstellungen, Vorträgen, Begegnungen, Führungen u.v.m.; Weihe des Klosters durch S.H. Papst Tawadros II.: Eröffnung der Dauerausstellung mit 50 gestifteten Holzskulpturen vom Künstler Gunter Schmidt-Riedig

23.10.2014    Einzug der ersten Flüchtlinge in die umgebaute Bundeswehrkaserne Borgentreich als Zentrale Unterbringungseinrichtung (ZUE)

20.11.2014    Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl besuchte die ZUE

06.12.2014    Besuch von Prof. Dr. Margot Käßmann

12/2014         Konferenz der altorientalischen Kirchen in Brenkhausen

2015              Entstehung neuer Sanitäranlagen und Gästezimmer im Kloster

16.02.2015    Besuch S.E. Bischof Ralf Meister, ev.-luth. Landeskirche Hannover

02/2015         Gedenkgottesdient in Brenkhausen wegen der Enthauptung von 21 jungen koptisch-orthodoxen Männern in Libyen

21.03.2015    Besuch der Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth

19.05.2015    Syrisch-orthodoxer Patriarch S.H. Ignatius Ephraim II. Karim zu Besuch

28.05.2015    Besuch von Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière und Christian Haase MdB

12/2015         Besuch von Viktor Herzog von Ratibor

14.12.2015   Besuch von Präses Annette Kurschus, Evangelische Kirche von Westfalen, in der ZUE Borgentreich; Kirchenumbau des ehemaligen Kesselhauses, seit 2015 finden dort regelmäßig Gottesdienste für die Flüchtlinge statt

2016              Einrichtung eines Medienraumes für Veranstaltungen und Vorträge

04/2016         Besuch der Bundestagsabgeordneten Uwe Schummer und Christian Haase

05/2016        Beginn der Malereien in den Themenzimmern durch die Ägyptologin und Künstlerin Daniela Rutica M.A., z.B. altägyptischer Lehmbau, Flucht der Heiligen Familie nach Ägypten, Ägypten in der Bibel

13.09.2016    Erster Spatenstich der Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl, Bezirksregierung Detmold und des Bürgermeisters Alexander Fischer für den neuen Klosterweg

10/2016         Erwerb des Gästehauses St. Markus in Brenkhausen

08.11.2016   Besuch von Ursula Gräfin Praschma, BAMF-Abteilungspräsidentin, Reinhard Schott, Integrationsbeauftragter der evangel. Kirche der Pfalz, Pfarrer Christian Hohmann für Mission, Ökumene und kirchliche Weltverantwortung und Dr. Wolfgang Boochs, Rechtsanwalt

10.11.2016    Besuch von Julia Klöckner MdL, CDU Landes- und Fraktionsvorsitzende, stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende