Die Kirchen der Welt - Miniaturausstellung

 

"Das Lied der Steine" von Dr. med. Hans-Martin Möhler

Unser Kloster verfügt über eine traumhafte Ausstellung von Kirchenminiaturen und Kathedralen. Die Ausstellung wurde vom Mediziner Dr. med. Hans-Martin Möhler aus Bad Oeynhausen in 25 Jahren angefertigt.  Im Jahr 2009 stiftete er dem Koptisch-Orthodoxen Kloster seine liebevoll angerfertigten Miniaturen aus Pappe, die berühmte Gotteshäuser aus der ganzen Welt detaillgetreu wiedergeben.

Die Kathedrale von Canterbury

Kathedrale von Canterbury von Dr. med. Hans-Martin Möhler. Foto: J. Peppler
Kathedrale von Canterbury von Dr. med. Hans-Martin Möhler. Foto: J. Peppler

Die Kathedrale von Canterbury zählt zu den großen heiligen Stätten der Christenheit und wurde von 1175 bis 1498 im gotischen Stil erbaut. Der 75m hohe Turm, der den Namen "Bell Harry" trägt, gehört zu den absoluten Meisterwerken der Baukunst. Der Grundriss der Kathedrale wurde als Projektion des Körpers 'Christi am Kreuz' entworfen: Dornenkrone (Apsis), Kopf (Chor, etwas zur Seite geneigt), beide Arme (schon vom Kreuzbalken abgehoben), erstes Querschiff (Kreuzbalken), zweites Querschiff (für die Füße Christi), Hauptschiff (Körper Christi).

In der Kathedrale fand der aufsehenserregendste Mord der abendländischen Geschichte statt, als vier Ritter des Königs Heinrich II. den Erzbischof Thomas Becket vorm Altar erdolchten. 1173 wurde der Erzbischof als Märtyrer heilig gesprochen. Seit der Zeit ist die Kathedrale auch Wallfahrtsort vieler Christen aus aller Welt.

Seit 1998 gehört dieses Bauwerk zum Weltkulturerbe der UNESCO.

Basilika di San Marco von Venedig

Der Markusdom in Venedig war bis 1797 das zentrale Staatsheiligtum der Republik Venedig und seit 1807 Kathedrale des Patriarchen Venedigs. Die erste Urkunde für die dem heiligen Markus geweihte Kirche geht auf das Jahr 828 zurück, die gebaut wurde, um die aus Alexandria entführten Gebeine des Evangelisten Markus aufzunehmen. 976 fielen Kirche, Dogenpalast und viele Häuser einer Feuerbrunst zum Opfer. Die Reliquien des heiligen Markus aber tauchten wie durch ein Wunder am 25. Juni 1094 wieder auf. Dieser Tag wurde zum venezianischen Feiertag 'Inventio Sancti Marci'.

San Marco ist eine Kreuzkirche nach byzantinischen Vorbildern. Im Laufe der Jahrhunderte entstanden 8500 Quadratmeter Mosaiken mit hunderten von Darstellungen aus dem Leben der Heiligen und der Bibel. Der Markusdom sollte nach dem Willen der Stadtgrößen auch ein Symbol für Macht und Reichtum sein, blieb aber immer ein Loblied auf die Macht Gottes.

Weitere Miniatur-Kirchen der Ausstellung